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Muskelaufbau nach Operationen: Strategien für eine erfolgreiche Rehabilitation

Muskelaufbau nach Operationen: Strategien für eine erfolgreiche Rehabilitation

Nach operativen Eingriffen kommt es häufig zu einem schnellen Verlust von Muskelmasse und Muskelkraft. Besonders in der orthopädischen Rehabilitation spielt deshalb die frühzeitige Prävention von Muskelatrophie eine zentrale Rolle. Moderne Therapieansätze, gezielte Bewegung sowie individuell angepasste Trainingskonzepte können entscheidend dazu beitragen, den Heilungsprozess positiv zu beeinflussen und die Rückkehr in den Alltag zu erleichtern.

Im Gespräch mit Susanne Haag und Brigitte Stebler vom SVTPT beleuchten wir aktuelle Erkenntnisse rund um den Muskelaufbau nach Operationen, effektive Rehabilitationsstrategien und die wichtigsten Faktoren für eine erfolgreiche Regeneration.

Warum kommt es nach Operationen so schnell zu Muskelatrophie – und welche Auswirkungen hat das auf den Heilungsprozess?

Nach einer Operation baut der Körper aufgrund verschiedener Ursachen Muskelmasse extrem schnell ab. Eine davon ist die Ruhigstellung. Denn ungenutzte Muskeln verlieren bereits nach 48 Stunden an Kraft. Zudem blockiert das Nervensystem aufgrund von Schmerz und Schwellung reflexartig die Ansteuerung der umliegenden Muskeln, um das betroffene Gelenk zu schützen. Gleichzeitig versetzt das OP-Trauma den Organismus in einen stressbedingten Abbauzustand, bei dem Muskelproteine abgebaut werden, um Baustoffe für die Wundheilung bereitzustellen.

Diese rasche Muskelhypotrophie bzw. Atrophie verzögert den Heilungsprozess erheblich, da die fehlende Kraft die Stabilisation des Gelenks vermindert und den Schmerzprozess unterstützt. Ohne die stabilisierende Funktion der Muskeln drohen zudem Fehlbelastungen, die frisch operierte Strukturen gefährden. Schliesslich bringt der Muskelverlust den Stoffwechsel aus dem Takt, was die Geweberegeneration direkt ausbremst. Weiter werden durch den Kraftverlust die anderen Extremitäten vermehrt belastet, was auch in diesen Bereichen zu Über- und Fehlbelastungen führen kann.

Um dem entgegenzuwirken, setzen wir auf frühestmögliche funktionelle Bewegung und Propriozeption. NMES wirkt unterstützend, damit der Muskelstoffwechsel auch bei Nichtgebrauch aktiviert werden kann und der Muskel schneller wieder regeneriert.

Wie wichtig ist die frühe Mobilisation nach einer Operation, und ab wann sollte mit gezieltem Muskeltraining begonnen werden?

Die frühe Mobilisation ist essenziell. Bei einem Tier wird möglichst bewegungs- und belastungsstabil operiert, damit die normale Aktivität möglichst schnell wieder aufgenommen werden kann. Das Tier übernimmt die Ansteuerung der Muskulatur so schnell wie möglich selbst. Wir unterstützen ab dem 1. Tag postoperativ, damit die Funktionalität möglichst optimal erhalten bleibt.

Welche Trainings- oder Therapiemethoden haben sich besonders bewährt, um Muskelabbau nach einer OP zu verhindern?

Wichtig ist, bereits präoperativ möglichst viel an Bewegungsausmass und Kraft zu erhalten oder wenn möglich aufzubauen. Das hat den Vorteil, dass das operierte Gelenk besser stabilisiert ist und das Tier mit den Handgriffen und Übungen bereits vertraut ist.

Postoperativ steht die Schmerzreduktion an erster Stelle. Denn je schneller das Tier schmerzfrei ist, desto schneller belastet es die betroffene Extremität und beugt so dem Muskelabbau vor. Danach beginnt der gezielte, individuelle Stabilisations- und Kraftaufbau, welcher laufend dem Rehabilitationsschema und dem Tier angepasst wird.

Welche Therapieprodukte oder Hilfsmittel setzen Sie in der Rehabilitation nach Operationen besonders häufig ein, um Muskelabbau entgegenzuwirken oder den Muskelaufbau zu unterstützen?

Für die Analgesie können NMES und TENS eingesetzt werden. Später wird mit NMES der funktionelle Kraftaufbau unterstützt. Weiter kommt je nach Schweregrad auch der Schlingentisch zum Einsatz und natürlich alle Balance-Hilfsmittel sowie das Cavaletti-Training.

Welche Entwicklungen oder modernen Therapieansätze sehen Sie aktuell als besonders vielversprechend in der postoperativen Rehabilitation?

Die präoperative Physiotherapie sehe ich als sehr wichtig und vielversprechend für eine gezielte postoperative Rehabilitation. Wichtig ist, dass für jede Rehabilitation ein individuell abgestimmtes Programm erstellt und mit dem Besitzer abgesprochen wird. Der Besitzer muss vieles übernehmen und dementsprechend gut angelernt und begleitet werden.

Das Laufband und das Unterwasserlaufband können gezielt eingesetzt eine gute Unterstützung bieten. Weiter ist die neue Entwicklung der objektiven Ganganalyse ein Vorteil, um den Heilungsverlauf zu überwachen.

Nach operativen Eingriffen kommt es häufig zu einem schnellen Verlust von Muskelmasse und Muskelkraft. Besonders in der orthopädischen Rehabilitation spielt deshalb die frühzeitige Prävention von Muskelatrophie eine zentrale Rolle. Moderne Therapieansätze, gezielte Bewegung sowie individuell angepasste Trainingskonzepte können entscheidend dazu beitragen, den Heilungsprozess positiv zu beeinflussen und die Rückkehr in den Alltag zu erleichtern.

Im Gespräch mit Susanne Haag und Brigitte Stebler vom SVTPT beleuchten wir aktuelle Erkenntnisse rund um den Muskelaufbau nach Operationen, effektive Rehabilitationsstrategien und die wichtigsten Faktoren für eine erfolgreiche Regeneration.

Warum kommt es nach Operationen so schnell zu Muskelatrophie – und welche Auswirkungen hat das auf den Heilungsprozess?

Nach einer Operation baut der Körper aufgrund verschiedener Ursachen Muskelmasse extrem schnell ab. Eine davon ist die Ruhigstellung. Denn ungenutzte Muskeln verlieren bereits nach 48 Stunden an Kraft. Zudem blockiert das Nervensystem aufgrund von Schmerz und Schwellung reflexartig die Ansteuerung der umliegenden Muskeln, um das betroffene Gelenk zu schützen. Gleichzeitig versetzt das OP-Trauma den Organismus in einen stressbedingten Abbauzustand, bei dem Muskelproteine abgebaut werden, um Baustoffe für die Wundheilung bereitzustellen.

Diese rasche Muskelhypotrophie bzw. Atrophie verzögert den Heilungsprozess erheblich, da die fehlende Kraft die Stabilisation des Gelenks vermindert und den Schmerzprozess unterstützt. Ohne die stabilisierende Funktion der Muskeln drohen zudem Fehlbelastungen, die frisch operierte Strukturen gefährden. Schliesslich bringt der Muskelverlust den Stoffwechsel aus dem Takt, was die Geweberegeneration direkt ausbremst. Weiter werden durch den Kraftverlust die anderen Extremitäten vermehrt belastet, was auch in diesen Bereichen zu Über- und Fehlbelastungen führen kann.

Um dem entgegenzuwirken, setzen wir auf frühestmögliche funktionelle Bewegung und Propriozeption. NMES wirkt unterstützend, damit der Muskelstoffwechsel auch bei Nichtgebrauch aktiviert werden kann und der Muskel schneller wieder regeneriert.

Wie wichtig ist die frühe Mobilisation nach einer Operation, und ab wann sollte mit gezieltem Muskeltraining begonnen werden?

Die frühe Mobilisation ist essenziell. Bei einem Tier wird möglichst bewegungs- und belastungsstabil operiert, damit die normale Aktivität möglichst schnell wieder aufgenommen werden kann. Das Tier übernimmt die Ansteuerung der Muskulatur so schnell wie möglich selbst. Wir unterstützen ab dem 1. Tag postoperativ, damit die Funktionalität möglichst optimal erhalten bleibt.

Welche Trainings- oder Therapiemethoden haben sich besonders bewährt, um Muskelabbau nach einer OP zu verhindern?

Wichtig ist, bereits präoperativ möglichst viel an Bewegungsausmass und Kraft zu erhalten oder wenn möglich aufzubauen. Das hat den Vorteil, dass das operierte Gelenk besser stabilisiert ist und das Tier mit den Handgriffen und Übungen bereits vertraut ist.

Postoperativ steht die Schmerzreduktion an erster Stelle. Denn je schneller das Tier schmerzfrei ist, desto schneller belastet es die betroffene Extremität und beugt so dem Muskelabbau vor. Danach beginnt der gezielte, individuelle Stabilisations- und Kraftaufbau, welcher laufend dem Rehabilitationsschema und dem Tier angepasst wird.

Welche Therapieprodukte oder Hilfsmittel setzen Sie in der Rehabilitation nach Operationen besonders häufig ein, um Muskelabbau entgegenzuwirken oder den Muskelaufbau zu unterstützen?

Für die Analgesie können NMES und TENS eingesetzt werden. Später wird mit NMES der funktionelle Kraftaufbau unterstützt. Weiter kommt je nach Schweregrad auch der Schlingentisch zum Einsatz und natürlich alle Balance-Hilfsmittel sowie das Cavaletti-Training.

Welche Entwicklungen oder modernen Therapieansätze sehen Sie aktuell als besonders vielversprechend in der postoperativen Rehabilitation?

Die präoperative Physiotherapie sehe ich als sehr wichtig und vielversprechend für eine gezielte postoperative Rehabilitation. Wichtig ist, dass für jede Rehabilitation ein individuell abgestimmtes Programm erstellt und mit dem Besitzer abgesprochen wird. Der Besitzer muss vieles übernehmen und dementsprechend gut angelernt und begleitet werden.

Das Laufband und das Unterwasserlaufband können gezielt eingesetzt eine gute Unterstützung bieten. Weiter ist die neue Entwicklung der objektiven Ganganalyse ein Vorteil, um den Heilungsverlauf zu überwachen.