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STUDIENBERICHT SISSEL® EPIFLOW® KINESIOLOGY TAPE

STUDIENBERICHT SISSEL® EPIFLOW® KINESIOLOGY TAPE

Zur Unterstützung der Regeneration im Narbenbildungsprozess der Haut nach Unfällen, Krankheiten oder operativen Eingriffen und zur Verbesserung der Narbenqualität, werden verschiedene Behandlungsverfahren eingesetzt. Die Massnahmen der Narbenbehandlung werden durch die Verwendung verschiedener Hilfsmittel effektiver gestaltet, wobei das Selbstmanagement der Narbenbehandlung zunehmend an Relevanz gewinnt. In der vorliegenden Studie wird mittels verschiedener standardisierter Fragebögen untersucht, ob die zielgerichtete Anwendung des SISSEL® EPIFLOW Kinesiology Tape das Schmerz- und Spannungserleben, die Narbengewebe-Qualität und die individuell empfundene Lebensqualität positiv beeinflussen kann.

Methodik

Die Studie war als prospektive Längsschnittstudie im Prä-Post Design über einen Zeitraum von 3 Wochen angelegt (n=26). Die Probanden führten mit dem Produkt eine 3-wöchige Intervention durch, die aus einem zuvor instruierten, selbstständigen Heimanwendungsprogramm an 5 aufeinander folgenden Tagen pro Woche, 3-mal täglich, anschliessend 2 Tage Pause) bestand. An den beiden Testzeitpunkten wurde die Qualität und Ausprägung der individuellen Schmerz- und Spannungsgefühl- Wahrnehmung, die Bewertung der Narbenqualität (Selbsteinschätzung und Fremdeinschätzung) sowie das individuelle Wohlbefinden durch spezifische Fragebögen erhoben.

Ergebnisse

Die Probanden erreichten nach der 3-wöchigen Heimanwendungs-Intervention signifikante Verbesserungen beim subjektiven Schmerz- und Spannungsempfinden,
bei der individuellen Lebensqualität sowie bei der Selbsteinschätzung in den Summenwerten zu Optik und Gefühl der Narbe. Die Beobachter-Einschätzung verschiedener Merkmale der Narbe zeigt eine signifikante Verbesserung.

Schlussfolgerung und Diskussion

Die Erhebungsergebnisse bestätigen die bisherigen Erfahrungen, dass sich die zielgerichtete Anwendung des SISSEL® EPIFLOW Kinesiology Tape positiv auf das Schmerz- und Spannungsgefühl, die Narbenqualität und die individuelle Lebensqualität bei Sectio-Patientinnen auswirkt. Die SISSEL® EPIFLOW Kinesiology Tape-Anwendung ermöglicht ein einfaches, erweitertes Selbstmanagement bei der Pflege linearer, operativer Narben. Zur Verallgemeinerung der Ergebnisse sind Kontrollgruppenstudien, eine Erhöhung der Probandenzahl und weitere Untersuchungen mit spezifischen Ziel- und Anwendergruppen notwendig.

Schlüsselwörter:

Sectio, Schmerzen, Narbenqualität, Lebensqualität, Wohlbefinden, Selbstmanagement

Zur Unterstützung der Regeneration im Narbenbildungsprozess der Haut nach Unfällen, Krankheiten oder operativen Eingriffen und zur Verbesserung der Narbenqualität, werden verschiedene Behandlungsverfahren eingesetzt. Die Massnahmen der Narbenbehandlung werden durch die Verwendung verschiedener Hilfsmittel effektiver gestaltet, wobei das Selbstmanagement der Narbenbehandlung zunehmend an Relevanz gewinnt. In der vorliegenden Studie wird mittels verschiedener standardisierter Fragebögen untersucht, ob die zielgerichtete Anwendung des SISSEL® EPIFLOW Kinesiology Tape das Schmerz- und Spannungserleben, die Narbengewebe-Qualität und die individuell empfundene Lebensqualität positiv beeinflussen kann.

Methodik

Die Studie war als prospektive Längsschnittstudie im Prä-Post Design über einen Zeitraum von 3 Wochen angelegt (n=26). Die Probanden führten mit dem Produkt eine 3-wöchige Intervention durch, die aus einem zuvor instruierten, selbstständigen Heimanwendungsprogramm an 5 aufeinander folgenden Tagen pro Woche, 3-mal täglich, anschliessend 2 Tage Pause) bestand. An den beiden Testzeitpunkten wurde die Qualität und Ausprägung der individuellen Schmerz- und Spannungsgefühl- Wahrnehmung, die Bewertung der Narbenqualität (Selbsteinschätzung und Fremdeinschätzung) sowie das individuelle Wohlbefinden durch spezifische Fragebögen erhoben.

Ergebnisse

Die Probanden erreichten nach der 3-wöchigen Heimanwendungs-Intervention signifikante Verbesserungen beim subjektiven Schmerz- und Spannungsempfinden,
bei der individuellen Lebensqualität sowie bei der Selbsteinschätzung in den Summenwerten zu Optik und Gefühl der Narbe. Die Beobachter-Einschätzung verschiedener Merkmale der Narbe zeigt eine signifikante Verbesserung.

Schlussfolgerung und Diskussion

Die Erhebungsergebnisse bestätigen die bisherigen Erfahrungen, dass sich die zielgerichtete Anwendung des SISSEL® EPIFLOW Kinesiology Tape positiv auf das Schmerz- und Spannungsgefühl, die Narbenqualität und die individuelle Lebensqualität bei Sectio-Patientinnen auswirkt. Die SISSEL® EPIFLOW Kinesiology Tape-Anwendung ermöglicht ein einfaches, erweitertes Selbstmanagement bei der Pflege linearer, operativer Narben. Zur Verallgemeinerung der Ergebnisse sind Kontrollgruppenstudien, eine Erhöhung der Probandenzahl und weitere Untersuchungen mit spezifischen Ziel- und Anwendergruppen notwendig.

Schlüsselwörter:

Sectio, Schmerzen, Narbenqualität, Lebensqualität, Wohlbefinden, Selbstmanagement

Einleitung und Studienziel

Die Narbenbildung stellt einen natürlichen Teil der Regeneration der Haut nach Unfällen, Krankheiten oder operativen Eingriffen dar. Die Schwere der Verletzung, die Grösse der Wunde und die Lage am Körper führen im Heilungsprozess zu unterschiedlichen Narbenqualitäten, wobei Faktoren wie Lebensalter, Ethnie und Vererbung die Narbenbildung und ihr Ergebnis zusätzlich beeinflussen. Narben können durch ihre Verbindung mit tiefer liegenden Strukturen Auswirkungen auf das Muskelund
Faszien-System haben, was zu verschiedenen funktionellen Beschwerden führen kann (1). Zur Verbesserung des Narbenbildungsprozesses gibt es eine Vielzahl verschiedener Behandlungsmöglichkeiten, die dazu beitragen können, die Narbenqualität hinsichtlich des Erscheinungsbildes zu verbessern sowie die mit Narben verbundenen Beschwerden zu reduzieren. Eine bekannte Form der Narbenbehandlung ist die Narbenmassage, die, je nach Grad der Wundheilung, der Empfindlichkeit, der Gewebeund Stoffwechselsituation etc., von leichtesten Berührungen bis hin zu intensiver Mobilisation mit Friktionen und Zug auf das Gewebe durchgeführt werden kann (2). Im Vordergrund stehen bei der Narbenmassage mechanische, biochemische und reflektorische Effekte, die positive Einflüsse auf Schwellungen, Schmerzen sowie den Gewebetonus und die Stoffwechselsituation des Narbenbereichs haben und so die Funktionalität des Narbengewebes verbessern können (1). Die Massnahmen der Narbenbehandlung werden durch die Verwendung verschiedener Hilfsmittel wie bspw. Narbenstifte, Narbentapes, Narbenroller oder Bürsten unterstützt und effektiver gestaltet. Das Selbstmanagement der postoperativen Narbenbehandlung durch den Patienten gewinnt zunehmend an Relevanz, um den Heilungsprozess und die funktionelle Wiederherstellung über die physiotherapeutische Betreuung hinaus zu fördern und auch langfristig zu gewährleisten. Das SISSEL® EPIFLOW Kinesiology Tape ermöglicht durch sein zielgerichtetes Design eine optimale Ergänzung und Erweiterung der Behandlungsmöglichkeiten bei der Narbenbehandlung in der Physiotherapie und zur Unterstützung der Eigenbehandlung. In Verbindung mit einem speziellen Anwendungsprogramm können Patientinnen und Patienten im Selbstmanagement ihrer narbenbedingten Beschwerden unterstützt werden. Mit den Ergebnissen dieser Untersuchung sollen die bisherigen Erfahrungen mit dem SISSEL® EPIFLOW Kinesiology Tape und der Nutzen für Patientinnen nach Sectio objektiviert werden.

In dieser Studie soll für Frauen nach Sectio und resultierenden Schmerz- und Missempfindungen untersucht werden, ob die im Rahmen der Narbenpflege durchgeführte, zielgerichtete Anwendung des SISSEL® EPIFLOW Kinesiology Tape diese Beschwerden verbessern und das Schmerz- und Spannungserleben verändern kann. Weiterhin sollen die Fragen geklärt werden, ob die Anwendung des SISSEL® EPIFLOW Kinesiology Tape bei den Probandinnen zu einer Verbesserung der
Narbengewebe-Situation, wie bspw. bei Verklebungen oder Verwachsungen der Sectio- Narbe, sowie zu einer Verbesserung der individuell empfundenen Lebensqualität führen kann. Die konkreten Fragestellungen lauten: Welche Wirkungen lassen sich bei Patientinnen nach Sectio durch eine 3-wöchige SISSEL® EPIFLOW Kinesiology Tape -Intervention als Eigenbehandlung nach Unterweisung, im Rahmen der Narbenpflege auf die individuellen Schmerz- und Spannungs-Empfindungen im Narbenbereich, auf die optische, haptische und Empfindungs-Situation der Sectio-Narbe sowie auf die individuell empfundene Lebensqualität erreichen?

Einleitung und Studienziel

Die Narbenbildung stellt einen natürlichen Teil der Regeneration der Haut nach Unfällen, Krankheiten oder operativen Eingriffen dar. Die Schwere der Verletzung, die Grösse der Wunde und die Lage am Körper führen im Heilungsprozess zu unterschiedlichen Narbenqualitäten, wobei Faktoren wie Lebensalter, Ethnie und Vererbung die Narbenbildung und ihr Ergebnis zusätzlich beeinflussen. Narben können durch ihre Verbindung mit tiefer liegenden Strukturen Auswirkungen auf das Muskelund
Faszien-System haben, was zu verschiedenen funktionellen Beschwerden führen kann (1). Zur Verbesserung des Narbenbildungsprozesses gibt es eine Vielzahl verschiedener Behandlungsmöglichkeiten, die dazu beitragen können, die Narbenqualität hinsichtlich des Erscheinungsbildes zu verbessern sowie die mit Narben verbundenen Beschwerden zu reduzieren. Eine bekannte Form der Narbenbehandlung ist die Narbenmassage, die, je nach Grad der Wundheilung, der Empfindlichkeit, der Gewebeund Stoffwechselsituation etc., von leichtesten Berührungen bis hin zu intensiver Mobilisation mit Friktionen und Zug auf das Gewebe durchgeführt werden kann (2). Im Vordergrund stehen bei der Narbenmassage mechanische, biochemische und reflektorische Effekte, die positive Einflüsse auf Schwellungen, Schmerzen sowie den Gewebetonus und die Stoffwechselsituation des Narbenbereichs haben und so die Funktionalität des Narbengewebes verbessern können (1). Die Massnahmen der Narbenbehandlung werden durch die Verwendung verschiedener Hilfsmittel wie bspw. Narbenstifte, Narbentapes, Narbenroller oder Bürsten unterstützt und effektiver gestaltet. Das Selbstmanagement der postoperativen Narbenbehandlung durch den Patienten gewinnt zunehmend an Relevanz, um den Heilungsprozess und die funktionelle Wiederherstellung über die physiotherapeutische Betreuung hinaus zu fördern und auch langfristig zu gewährleisten. Das SISSEL® EPIFLOW Kinesiology Tape ermöglicht durch sein zielgerichtetes Design eine optimale Ergänzung und Erweiterung der Behandlungsmöglichkeiten bei der Narbenbehandlung in der Physiotherapie und zur Unterstützung der Eigenbehandlung. In Verbindung mit einem speziellen Anwendungsprogramm können Patientinnen und Patienten im Selbstmanagement ihrer narbenbedingten Beschwerden unterstützt werden. Mit den Ergebnissen dieser Untersuchung sollen die bisherigen Erfahrungen mit dem SISSEL® EPIFLOW Kinesiology Tape und der Nutzen für Patientinnen nach Sectio objektiviert werden.

In dieser Studie soll für Frauen nach Sectio und resultierenden Schmerz- und Missempfindungen untersucht werden, ob die im Rahmen der Narbenpflege durchgeführte, zielgerichtete Anwendung des SISSEL® EPIFLOW Kinesiology Tape diese Beschwerden verbessern und das Schmerz- und Spannungserleben verändern kann. Weiterhin sollen die Fragen geklärt werden, ob die Anwendung des SISSEL® EPIFLOW Kinesiology Tape bei den Probandinnen zu einer Verbesserung der
Narbengewebe-Situation, wie bspw. bei Verklebungen oder Verwachsungen der Sectio- Narbe, sowie zu einer Verbesserung der individuell empfundenen Lebensqualität führen kann. Die konkreten Fragestellungen lauten: Welche Wirkungen lassen sich bei Patientinnen nach Sectio durch eine 3-wöchige SISSEL® EPIFLOW Kinesiology Tape -Intervention als Eigenbehandlung nach Unterweisung, im Rahmen der Narbenpflege auf die individuellen Schmerz- und Spannungs-Empfindungen im Narbenbereich, auf die optische, haptische und Empfindungs-Situation der Sectio-Narbe sowie auf die individuell empfundene Lebensqualität erreichen?

Material und Methoden

Die Studie war als prospektive Längsschnittstudie im Prä-Post Design angelegt. Der Studien-Ablauf ist in Abb. 1 dargestellt. Zur Auswertung der erhobenen Daten wurde die Software IBM SPSS Statistics 29 verwendet. Die Daten wurden auf Normalverteilung geprüft (Shapiro-Wilk-Test) und neben deskriptiven Statistiken wurden t-Tests bei abhängigen Stichproben durchgeführt. Das Signifikanzniveau wurde auf 5% festgelegt. Die freiwilligen Teilnehmerinnen konnten aus der Patientenpopulation verschiedener physiotherapeutischer Praxen durch direktes Anwerben und lokale Aufruf-Aushänge sowie über Social-Media-Kanäle gewonnen werden. Die Probandinnen zeigten keine über das Symptombild der postoperativen Sectio-Narben hinausgehende klinische Symptomatik. Insgesamt nahmen 26 weibliche Personen im Alter von 32 bis 64 Jahren an der Untersuchung teil. 6 Frauen beendeten die Teilnahme aus organisatorischen bzw. zeitlichen und persönlichen Gründen vorzeitig. In die Auswertung konnten die vollständigen Daten von 20 Teilnehmerinnen (Alter 32 bis 64 Jahre; Alter der Narbe: 0,25 bis 45 Jahre) eingeschlossen werden.
Einschlusskriterien waren der Zustand nach Sectio mit abgeschlossener oberflächlicher Wundheilung zwischen 6 Wochen und 45 Jahren postoperativ. Die
Teilnehmerinnen konnten die Studie jederzeit abbrechen. Über die Bedingungen und Ziele der Studie wurden die Teilnehmerinnen aufgeklärt und stimmten diesen
schriftlich zu.

Material und Methoden

Die Studie war als prospektive Längsschnittstudie im Prä-Post Design angelegt. Der Studien-Ablauf ist in Abb. 1 dargestellt. Zur Auswertung der erhobenen Daten wurde die Software IBM SPSS Statistics 29 verwendet. Die Daten wurden auf Normalverteilung geprüft (Shapiro-Wilk-Test) und neben deskriptiven Statistiken wurden t-Tests bei abhängigen Stichproben durchgeführt. Das Signifikanzniveau wurde auf 5% festgelegt. Die freiwilligen Teilnehmerinnen konnten aus der Patientenpopulation verschiedener physiotherapeutischer Praxen durch direktes Anwerben und lokale Aufruf-Aushänge sowie über Social-Media-Kanäle gewonnen werden. Die Probandinnen zeigten keine über das Symptombild der postoperativen Sectio-Narben hinausgehende klinische Symptomatik. Insgesamt nahmen 26 weibliche Personen im Alter von 32 bis 64 Jahren an der Untersuchung teil. 6 Frauen beendeten die Teilnahme aus organisatorischen bzw. zeitlichen und persönlichen Gründen vorzeitig. In die Auswertung konnten die vollständigen Daten von 20 Teilnehmerinnen (Alter 32 bis 64 Jahre; Alter der Narbe: 0,25 bis 45 Jahre) eingeschlossen werden.
Einschlusskriterien waren der Zustand nach Sectio mit abgeschlossener oberflächlicher Wundheilung zwischen 6 Wochen und 45 Jahren postoperativ. Die
Teilnehmerinnen konnten die Studie jederzeit abbrechen. Über die Bedingungen und Ziele der Studie wurden die Teilnehmerinnen aufgeklärt und stimmten diesen
schriftlich zu.

Abb. 1: Studien-Ablauf Abb. 3: Ergebnisdarstellung

Abb. 1: Studien-Ablauf Abb. 3: Ergebnisdarstellung

Vergleich der Schmerz- und Spannungs-Wahrnehmung, des allgemeinen
Wohlbefindens und verschiedener Aspekte der Narbenbewertung aus fachlicher und patientenbezogener Perspektive zum ersten (T_0) und zum zweiten (T_1) Messzeitpunkt. Die Unterschiede der Messzeitpunkte zueinander wurden auf Signifikanz geprüft (p≤0.05). Die Effektstärken werden durch Cohen´s d angegeben.

Vergleich der Schmerz- und Spannungs-Wahrnehmung, des allgemeinen
Wohlbefindens und verschiedener Aspekte der Narbenbewertung aus fachlicher und patientenbezogener Perspektive zum ersten (T_0) und zum zweiten (T_1) Messzeitpunkt. Die Unterschiede der Messzeitpunkte zueinander wurden auf Signifikanz geprüft (p≤0.05). Die Effektstärken werden durch Cohen´s d angegeben.

Abb. 2: SISSEL® EPIFLOW Kinesiology Tape

Abb. 2: SISSEL® EPIFLOW Kinesiology Tape

Das verwendete SISSEL® EPIFLOW Kinesiology Tape (Sissel, Bad Dürkheim, Deutschland), besteht aus textilem Mischgewebe mit einseitigem, hautfreundlichem Kleber sowie einer 3-fach geteilten Abdeckschicht aus
beschichtetem Papier.

Das verwendete SISSEL® EPIFLOW Kinesiology Tape (Sissel, Bad Dürkheim, Deutschland), besteht aus textilem Mischgewebe mit einseitigem, hautfreundlichem Kleber sowie einer 3-fach geteilten Abdeckschicht aus
beschichtetem Papier.

Datenerhebung

Zur Erhebung der Studiendaten wurden den Probandinnen zu den Testzeitpunkten T_0 (vor der Intervention) und T_1 (nach der Intervention) spezifische Fragebögen
zu der individuellen Schmerz-, Spannungsgefühl-Wahrnehmung, zur Bewertung der Narbenqualität (Selbsteinschätzung) sowie zur Ermittlung des individuellen
Wohlbefindens präsentiert. Zusätzlich wurde ein Bogen zur Fremdeinschätzung der Narbenqualität durch die durchführende Fachkraft an beiden Testzeitpunkten ausgefüllt. Die Erhebung der Werte der jeweils zurückliegenden Woche soll den Einfluss kurzfristiger Schwankungen des Befindens der Probanden verringern. Jede Frage hat eine 7-stufige (Schmerz- und Spannungsgefühl-Wahrnehmung) bzw. eine 6-stufige (WHO5: Fragebogen zum Wohlbefinden) und eine 5-stufige (POSAS: Fragebogen zur Narbenbeurteilung) Antwortmöglichkeit (numerische Ratingskala), die jeweils als Summenscore erfasst wurden. Die genutzten Erhebungsverfahren wurden aus praktischen Gründen nicht in einer festen Reihenfolge durchgeführt.

Der durchgehende Streifen strafft die Haut sanft, schafft mehr Raum im Gewebe und fördert die Durchblutung. Verwachsungen werden gelöst und die Beweglichkeit des Gewebes verbessert.

Datenerhebung

Zur Erhebung der Studiendaten wurden den Probandinnen zu den Testzeitpunkten T_0 (vor der Intervention) und T_1 (nach der Intervention) spezifische Fragebögen
zu der individuellen Schmerz-, Spannungsgefühl-Wahrnehmung, zur Bewertung der Narbenqualität (Selbsteinschätzung) sowie zur Ermittlung des individuellen
Wohlbefindens präsentiert. Zusätzlich wurde ein Bogen zur Fremdeinschätzung der Narbenqualität durch die durchführende Fachkraft an beiden Testzeitpunkten ausgefüllt. Die Erhebung der Werte der jeweils zurückliegenden Woche soll den Einfluss kurzfristiger Schwankungen des Befindens der Probanden verringern. Jede Frage hat eine 7-stufige (Schmerz- und Spannungsgefühl-Wahrnehmung) bzw. eine 6-stufige (WHO5: Fragebogen zum Wohlbefinden) und eine 5-stufige (POSAS: Fragebogen zur Narbenbeurteilung) Antwortmöglichkeit (numerische Ratingskala), die jeweils als Summenscore erfasst wurden. Die genutzten Erhebungsverfahren wurden aus praktischen Gründen nicht in einer festen Reihenfolge durchgeführt.

Der durchgehende Streifen strafft die Haut sanft, schafft mehr Raum im Gewebe und fördert die Durchblutung. Verwachsungen werden gelöst und die Beweglichkeit des Gewebes verbessert.

Intervention

Die Probandinnen führten eine 3 wöchige Anwendung des SISSEL® EPIFLOW Kinesiology Tape durch, die aus einem selbständig durchzuführendem Heimanwendungsprogramm (Aufkleben des Tapes und vorgegebene Zug- und Dreh Anwendung) bestand. Den Teilnehmerinnen wurde zur Vereinfachung der Nachvollziehbarkeit und zur Veranschaulichung der einzelnen Anwendungsschritte eine bebilderte Anwendungsanleitung zur Verfügung gestellt. Die Teilnehmerinnen nahmen die Anwendung selbständig an 5 aufeinander folgenden Tagen einer Woche vor, wobei an jedem Anwendungstag die vorgegebene Intervention 3-mal (morgens, mittags, abends) für ca. 3 bis 5 Minuten durchgeführt wurde. Nach dem 5. Anwendungstag wurde das Tape entfernt und 2 Tage pausiert. Die Intervention orientierte sich an den Inhalten und Prinzipien der manuellen Faszientherapie aus der Physiotherapie.

Intervention

Die Probandinnen führten eine 3 wöchige Anwendung des SISSEL® EPIFLOW Kinesiology Tape durch, die aus einem selbständig durchzuführendem Heimanwendungsprogramm (Aufkleben des Tapes und vorgegebene Zug- und Dreh Anwendung) bestand. Den Teilnehmerinnen wurde zur Vereinfachung der Nachvollziehbarkeit und zur Veranschaulichung der einzelnen Anwendungsschritte eine bebilderte Anwendungsanleitung zur Verfügung gestellt. Die Teilnehmerinnen nahmen die Anwendung selbständig an 5 aufeinander folgenden Tagen einer Woche vor, wobei an jedem Anwendungstag die vorgegebene Intervention 3-mal (morgens, mittags, abends) für ca. 3 bis 5 Minuten durchgeführt wurde. Nach dem 5. Anwendungstag wurde das Tape entfernt und 2 Tage pausiert. Die Intervention orientierte sich an den Inhalten und Prinzipien der manuellen Faszientherapie aus der Physiotherapie.

Ergebnisse

Von der T_0 (Prä-) zur T_1 (Post-) Messung zeigten sich signifikante Verbesserungen beim subjektiven Schmerz- und Spannungsempfinden, bei der individuellen Lebensqualität sowie bei der Patientinnen Einschätzung in den Summenwerten zu Optik und Gefühl der Narbe. Die Patientinnen-Gesamtzufriedenheit mit der Narbe hat sich nicht verbessert, bei der Betrachtung der Einzelwerte des Narbenbewertungsbogens beurteilen die Patientinnen die Narben-Aspekte Farbe, Beschaffenheit und Struktur, Härte sowie Berührungsempfindlichkeit als signifikant verbessert. Die Beobachter- Beurteilung der Gesamtqualität der Narbe hat sich nur unbedeutend verbessert, doch die Merkmale Vaskularität, Festigkeit, Verklebung, Spannung und Verbreiterung der Narbe zeigen signifikante Verbesserungen. Die Effektstärken als Hinweise auf die praktische Bedeutsamkeit der einzelnen Ergebnisse, liegen im mittleren und hohen Bereich (Abb. 3).

Ergebnisse

Von der T_0 (Prä-) zur T_1 (Post-) Messung zeigten sich signifikante Verbesserungen beim subjektiven Schmerz- und Spannungsempfinden, bei der individuellen Lebensqualität sowie bei der Patientinnen Einschätzung in den Summenwerten zu Optik und Gefühl der Narbe. Die Patientinnen-Gesamtzufriedenheit mit der Narbe hat sich nicht verbessert, bei der Betrachtung der Einzelwerte des Narbenbewertungsbogens beurteilen die Patientinnen die Narben-Aspekte Farbe, Beschaffenheit und Struktur, Härte sowie Berührungsempfindlichkeit als signifikant verbessert. Die Beobachter- Beurteilung der Gesamtqualität der Narbe hat sich nur unbedeutend verbessert, doch die Merkmale Vaskularität, Festigkeit, Verklebung, Spannung und Verbreiterung der Narbe zeigen signifikante Verbesserungen. Die Effektstärken als Hinweise auf die praktische Bedeutsamkeit der einzelnen Ergebnisse, liegen im mittleren und hohen Bereich (Abb. 3).

Diskussion

Die Erhebungsergebnisse bestätigen die bisherigen Erfahrungen, dass sich die zielgerichtete Anwendung des SISSEL® EPIFLOW Kinesiology Tape positiv auf die
individuelle Schmerz- und Spannungsgefühl-Wahrnehmung, auf die Narbenqualität sowie auf das individuelle Wohlbefinden bei Frauen mit Sectio-Narben auswirkt.
Die vorliegende Untersuchung legt diese positiven Effekte bei einem weiblichen Probandinnenkollektiv im Alter von 32 bis 64 Jahren mit einem Narbenalter von 0,25 bis 45 Jahren dar. Diese Ergebnisse zeigen sich bei frischeren und älteren Narben gleichermassen.
Aufgrund der geringen Probandenzahl können die Ergebnisse lediglich als Trendbeschreibung dienen und sollten zurückhaltend interpretiert werden. Von den ursprünglich 26 teilnehmenden Frauen brachen 6 (23%) die Anwendung und damit die Datenerhebung vor dem zweiten Testtag ab. Es wurden organisatorische bzw. zeitliche und persönliche Gründe angegeben. Neben der kleinen Probandenzahl muss methodenkritisch das Fehlen einer Kontrollgruppe eingeräumt werden, mit der die interne Validität hätte erhöht werden können. Diese Untersuchung konnte allerdings eindeutige Anwendungseffekte identifizieren. Das Bewusstsein der Probandinnen, Studienteilnehmerinnen zu sein, die unterstützenden Rahmenbedingungen sowie intraindividuelle Motivationsaspekte bedrohen die externe Validität, eine verallgemeinernde Übertragbarkeit der Ergebnisse auf die Zielklientel ist durch die Einfachheit der Intervention jedoch gut möglich. Als Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Tape-Anwendung wurden vereinzelt leichtes Jucken der Narbe und Hautrötung an den Klebestellen des Tape angegeben. In Einzelfällen klebte das Tape nach der Dusche und nach dem Schwimmbadbesuch nicht mehr zuverlässig auf der Haut. Schmerzen oder störende Hautirritationen wurden nicht angegeben, was auf eine gute Verträglichkeit des SISSEL® EPIFLOW Kinesiology Tape und seine Anwendung schliessen lässt. Grundlegend scheint die durchgeführte Intervention geeignet zu sein, die Situation und die Qualität linearer, operativer Narben zu verbessern, Schmerzen zu verringern und in Folge die Lebensqualität der Patientinnen zu verbessern. Mit Erhöhung der Probandenzahl im weiteren Verlauf der Studie können die Ergebnisse weitergehend verifiziert werden.
Zukünftige Untersuchungen könnten mit einer randomisierten Kontrollgruppe durchgeführt werden, die ein Standard Narbenpflegeprogramm durchführt. Durch die Übertragung der Anwendungstechnik auf andere lineare, operative Narben (bspw. nach Hüft-TEP, Knie-TEP, Herz-OPn etc.) könnten die Wirkungen weitergehend untersucht werden.

Diskussion

Die Erhebungsergebnisse bestätigen die bisherigen Erfahrungen, dass sich die zielgerichtete Anwendung des SISSEL® EPIFLOW Kinesiology Tape positiv auf die
individuelle Schmerz- und Spannungsgefühl-Wahrnehmung, auf die Narbenqualität sowie auf das individuelle Wohlbefinden bei Frauen mit Sectio-Narben auswirkt.
Die vorliegende Untersuchung legt diese positiven Effekte bei einem weiblichen Probandinnenkollektiv im Alter von 32 bis 64 Jahren mit einem Narbenalter von 0,25 bis 45 Jahren dar. Diese Ergebnisse zeigen sich bei frischeren und älteren Narben gleichermassen.
Aufgrund der geringen Probandenzahl können die Ergebnisse lediglich als Trendbeschreibung dienen und sollten zurückhaltend interpretiert werden. Von den ursprünglich 26 teilnehmenden Frauen brachen 6 (23%) die Anwendung und damit die Datenerhebung vor dem zweiten Testtag ab. Es wurden organisatorische bzw. zeitliche und persönliche Gründe angegeben. Neben der kleinen Probandenzahl muss methodenkritisch das Fehlen einer Kontrollgruppe eingeräumt werden, mit der die interne Validität hätte erhöht werden können. Diese Untersuchung konnte allerdings eindeutige Anwendungseffekte identifizieren. Das Bewusstsein der Probandinnen, Studienteilnehmerinnen zu sein, die unterstützenden Rahmenbedingungen sowie intraindividuelle Motivationsaspekte bedrohen die externe Validität, eine verallgemeinernde Übertragbarkeit der Ergebnisse auf die Zielklientel ist durch die Einfachheit der Intervention jedoch gut möglich. Als Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Tape-Anwendung wurden vereinzelt leichtes Jucken der Narbe und Hautrötung an den Klebestellen des Tape angegeben. In Einzelfällen klebte das Tape nach der Dusche und nach dem Schwimmbadbesuch nicht mehr zuverlässig auf der Haut. Schmerzen oder störende Hautirritationen wurden nicht angegeben, was auf eine gute Verträglichkeit des SISSEL® EPIFLOW Kinesiology Tape und seine Anwendung schliessen lässt. Grundlegend scheint die durchgeführte Intervention geeignet zu sein, die Situation und die Qualität linearer, operativer Narben zu verbessern, Schmerzen zu verringern und in Folge die Lebensqualität der Patientinnen zu verbessern. Mit Erhöhung der Probandenzahl im weiteren Verlauf der Studie können die Ergebnisse weitergehend verifiziert werden.
Zukünftige Untersuchungen könnten mit einer randomisierten Kontrollgruppe durchgeführt werden, die ein Standard Narbenpflegeprogramm durchführt. Durch die Übertragung der Anwendungstechnik auf andere lineare, operative Narben (bspw. nach Hüft-TEP, Knie-TEP, Herz-OPn etc.) könnten die Wirkungen weitergehend untersucht werden.

Schlussfolgerung

Die gezielte Anwendung des SISSEL® EPIFLOW Kinesiology Tape mit spezifischen Nutzungsanleitungen stellt für Frauen mit Sectio-Narben eine Möglichkeit dar, das Schmerz- und Spannungsgefühl, verschiedene Aspekte der Narbenqualität und die individuelle Lebensqualität positiv zu beeinflussen. Die Nutzung des SISSEL® EPIFLOW Kinesiology Tape eröffnet den Anwendern eine einfache und selbständig durchführbare Möglichkeit, die Narbensituation im Selbstmanagement positiv zu beeinflussen. Zur Verallgemeinerung der Ergebnisse sind Kontrollgruppen Studien, eine Erhöhung der Probandenzahl und die Übertragung der Anwendung auf andere
Ziel- und Anwendergruppen notwendig.

Schlussfolgerung

Die gezielte Anwendung des SISSEL® EPIFLOW Kinesiology Tape mit spezifischen Nutzungsanleitungen stellt für Frauen mit Sectio-Narben eine Möglichkeit dar, das Schmerz- und Spannungsgefühl, verschiedene Aspekte der Narbenqualität und die individuelle Lebensqualität positiv zu beeinflussen. Die Nutzung des SISSEL® EPIFLOW Kinesiology Tape eröffnet den Anwendern eine einfache und selbständig durchführbare Möglichkeit, die Narbensituation im Selbstmanagement positiv zu beeinflussen. Zur Verallgemeinerung der Ergebnisse sind Kontrollgruppen Studien, eine Erhöhung der Probandenzahl und die Übertragung der Anwendung auf andere
Ziel- und Anwendergruppen notwendig.

Einhaltung der ethischen Standards

Finanzierung: Die SISSEL GmbH unterstützte die Teilnehmenden durch zur Verfügung stellen der SISSEL® EPIFLOW Kinesiology Tape, der Studienunterlagen sowie durch bebilderte Übungsanleitungen und Übungsvideos. Eine finanzielle Unterstützung oder Zuwendungen gab es nicht.

Interessenkonflikt: Uwe Mehrmann ist beim Unternehmen SISSEL GmbH als wissenschaftlicher Berater tätig Annegret Sattler ist beim Unternehmen SISSEL GmbH beratend als Physiotherapeutin und Pilates Trainerin Rehabilitation tätig. Ethische Grundlagen: Alle in der Studie mit menschlichen Teilnehmern durchgeführten Verfahren entsprachen den ethischen Standards der institutionellen und/oder nationalen Forschungskommission sowie der Deklaration von Helsinki von 1964 und ihren späteren Änderungen oder vergleichbaren ethischen Standards. 

Einwilligung nach Aufklärung: Die schriftliche Einwilligung nach Aufklärung wurde von ausnahmslos allen in die Studie einbezogenen Teilnehmerinnen einzeln eingeholt. 

Literatur
1) Bringeland NE, Boeger D (2022): Narbentherapie (2. Auflage). Urban & Fischer
2) Pollok B (2015): Narbenmassage. In: Reichert B (Hrsg.): Massagetherapie: 290-302. Thieme Verlag

Einhaltung der ethischen Standards

Finanzierung: Die SISSEL GmbH unterstützte die Teilnehmenden durch zur Verfügung stellen der SISSEL® EPIFLOW Kinesiology Tape, der Studienunterlagen sowie durch bebilderte Übungsanleitungen und Übungsvideos. Eine finanzielle Unterstützung oder Zuwendungen gab es nicht.

Interessenkonflikt: Uwe Mehrmann ist beim Unternehmen SISSEL GmbH als wissenschaftlicher Berater tätig Annegret Sattler ist beim Unternehmen SISSEL GmbH beratend als Physiotherapeutin und Pilates Trainerin Rehabilitation tätig. Ethische Grundlagen: Alle in der Studie mit menschlichen Teilnehmern durchgeführten Verfahren entsprachen den ethischen Standards der institutionellen und/oder nationalen Forschungskommission sowie der Deklaration von Helsinki von 1964 und ihren späteren Änderungen oder vergleichbaren ethischen Standards. 

Einwilligung nach Aufklärung: Die schriftliche Einwilligung nach Aufklärung wurde von ausnahmslos allen in die Studie einbezogenen Teilnehmerinnen einzeln eingeholt. 

Literatur
1) Bringeland NE, Boeger D (2022): Narbentherapie (2. Auflage). Urban & Fischer
2) Pollok B (2015): Narbenmassage. In: Reichert B (Hrsg.): Massagetherapie: 290-302. Thieme Verlag