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LaBriece Ochsner ist zertifizierte Comprehensive Pilates Teacher, Pilates Ausbildnerin, Pilates Weiterbildnerin, Internationale Pilates-Referentin und Gründerin von LB Pilates & LB Guides Advanced Pilates Education. In ihrer Arbeit begleitet sie Menschen mit unterschiedlichen körperlichen Voraussetzungen und legt besonderen Wert auf bewusste, qualitativ hochwertige Bewegung und Unterrichten. Im Gespräch mit Gessica Paradiso von MEDiDOR erläutert sie, was Pilates als Methode auszeichnet und weshalb das strukturierte Bewegungskonzept auch für Physiotherapeut:innen als ergänzender Ansatz interessant sein kann.

Was ist Pilates wirklich?
Pilates ist mehr als ein Trend

Pilates ist eine strukturierte Trainingsmethode und weit mehr als ein vorübergehender Trend. Es handelt sich um ein ganzheitliches Bewegungskonzept, das vor über hundert Jahren von Joseph H. Pilates entwickelt wurde, einem gebürtigen Deutschen, der in den 1920er-Jahren nach New York City auswanderte. Joseph Pilates selbst bezeichnete seine Methode ursprünglich als Contrology und entwickelte sie auf der Grundlage eines klar definierten Sets an Prinzipien, die sich deutlich von anderen Trainingsformen seiner Zeit unterschieden – insbesondere durch den Fokus auf Präzision, Kontrolle sowie die Integration von Körper und Geist. Bewegung verstand Joseph Pilates dabei nicht allein als körperliches Training, sondern als Mittel zur Schulung von Wahrnehmung, Effizienz und innerer Balance. Seiner grundlegenden Philosophie zufolge sollte Pilates idealerweise regelmässig, im besten Fall täglich, als Form der körperlichen „Erhaltungspflege“ praktiziert werden. Bei konsequenter und bewusster Anwendung zielt die Methode darauf ab, die allgemeine Gesundheit und das Wohlbefinden zu unterstützen, Vitalität zu fördern und zur langfristigen körperlichen Belastbarkeit sowie Langlebigkeit beizutragen.

Langfristige Wirkung auf den Körper
Veränderungen, die bleiben

Joseph Pilates bezeichnete sein wohl bekanntestes Trainingsgerät als den Universal Reformer. Er entwickelte dieses Gerät mit dem Ziel, den Körper durch regelmässiges, bewusstes und intelligentes Training zu „reformieren“, und betrachtete es als universell einsetzbar für Menschen mit unterschiedlichsten Voraussetzungen – unabhängig von Leistungsniveau oder Ausgangssituation. Bei korrekter Ausführung und unter Einhaltung angemessener Sicherheitsrichtlinien kann die Pilates-Methode – insbesondere beim Training an Geräten wie dem Universal Reformer – nachhaltige positive Effekte auf den Körper sowie auf das mentale Wohlbefinden haben. Eine ihrer besonderen Eigenschaften liegt in der Entwicklung einer spezifischen Form von Kraft: einer Kraft, die die tiefen stabilisierenden Muskelstrukturen mit den globalen Muskelsystemen verbindet und gleichzeitig Körperwahrnehmung sowie Bewegungseffizienz fördert.

Diese integrierte Kraft unterstützt eine verbesserte Leistungsfähigkeit nicht nur im sportlichen Kontext, sondern auch in alltäglichen funktionellen Bewegungen. Darüber hinaus fördert das Pilates-Training die Gelenk- und Muskelbeweglichkeit, wodurch die Wirbelsäule sowohl flexibler als auch durch eine gestärkte Haltungsmuskulatur besser unterstützt wird. Langfristig trägt eine regelmässige Pilates-Praxis dazu bei, die Grundlage für gesunde, funktionelle Bewegungsmuster zu schaffen. Sie kann das Gleichgewicht verbessern, die Propriozeption schulen, die posturale Organisation unterstützen und einen wertvollen Beitrag zur Verletzungsprävention leisten.

Warum Pilates für Physiotherapeut:innen interessant ist
Warum Pilates im physiotherapeutischen Umfeld zunehmend relevant wird

Pilates wird zunehmend als wertvolle Ergänzung zur Physiotherapie anerkannt, insbesondere in den späteren Phasen der Rehabilitation. Sobald Patient:innen die akute oder frühe Erholungsphase hinter sich lassen, besteht häufig der Bedarf an dynamischeren, integrativen Bewegungsansätzen, die Kraft, Koordination und Kontrolle weiterhin auf sichere und strukturierte Weise fördern. In diesem Kontext bietet Pilates Physiotherapeut:innen ein Bewegungsframework, das individuell angepasst werden kann und gleichzeitig klaren Prinzipien sowie einer sinnvollen Progression folgt. Für entsprechend ausgewählte Patient:innen können Pilates-basierte Übungen den Übergang von der therapeutischen Intervention hin zu komplexeren, funktionellen Bewegungen unterstützen und dazu beitragen, die Lücke zwischen Rehabilitation und langfristiger körperlicher Belastbarkeit zu überbrücken.

Welche Pilates-Prinzipien können Physiotherapeut:innen in ihrer täglichen Arbeit unterstützen
Pilates-Prinzipien mit Relevanz für die physiotherapeutische Praxis

Bei einer durchdachten Integration kann die Pilates-Methode als ein zusätzliches Werkzeug im therapeutischen Instrumentarium von Physiotherapeut:innen betrachtet werden. Sie ersetzt keine etablierten physiotherapeutischen Behandlungsansätze, sondern ergänzt diese als weiteres Element im therapeutischen Repertoire und unterstützt den Übergang von gezielten therapeutischen Übungen hin zu koordinierteren, funktionellen Bewegungen. Bei entsprechender Patientenauswahl und sinnvoller Progression können Pilates-basierte Prinzipien und Übungen Physiotherapeut:innen dabei unterstützen, isolierte therapeutische Arbeit in umfassendere, ganzkörperliche Bewegungsmuster zu integrieren. Auf diese Weise kann Pilates den Übergang von der gezielten Rehabilitation hin zu funktionellen, aufgabenorientierten Bewegungen begleiten. 

Fazit:

Bei sachgerechter Anwendung kann die Pilates-Methode eine wertvolle Ergänzung zur Physiotherapie sein, indem sie das allgemeine Wohlbefinden unterstützt und dazu beiträgt, dass sich Patientinnen und Patienten im Alltag während des Rehabilitations- und Erholungsprozesses wieder sicherer und funktioneller bewegen können.

LaBriece Ochsner ist zertifizierte Comprehensive Pilates Teacher, Pilates Ausbildnerin, Pilates Weiterbildnerin, Internationale Pilates-Referentin und Gründerin von LB Pilates & LB Guides Advanced Pilates Education. In ihrer Arbeit begleitet sie Menschen mit unterschiedlichen körperlichen Voraussetzungen und legt besonderen Wert auf bewusste, qualitativ hochwertige Bewegung und Unterrichten. Im Gespräch mit Gessica Paradiso von MEDiDOR erläutert sie, was Pilates als Methode auszeichnet und weshalb das strukturierte Bewegungskonzept auch für Physiotherapeut:innen als ergänzender Ansatz interessant sein kann.

Was ist Pilates wirklich?
Pilates ist mehr als ein Trend

Pilates ist eine strukturierte Trainingsmethode und weit mehr als ein vorübergehender Trend. Es handelt sich um ein ganzheitliches Bewegungskonzept, das vor über hundert Jahren von Joseph H. Pilates entwickelt wurde, einem gebürtigen Deutschen, der in den 1920er-Jahren nach New York City auswanderte. Joseph Pilates selbst bezeichnete seine Methode ursprünglich als Contrology und entwickelte sie auf der Grundlage eines klar definierten Sets an Prinzipien, die sich deutlich von anderen Trainingsformen seiner Zeit unterschieden – insbesondere durch den Fokus auf Präzision, Kontrolle sowie die Integration von Körper und Geist. Bewegung verstand Joseph Pilates dabei nicht allein als körperliches Training, sondern als Mittel zur Schulung von Wahrnehmung, Effizienz und innerer Balance. Seiner grundlegenden Philosophie zufolge sollte Pilates idealerweise regelmässig, im besten Fall täglich, als Form der körperlichen „Erhaltungspflege“ praktiziert werden. Bei konsequenter und bewusster Anwendung zielt die Methode darauf ab, die allgemeine Gesundheit und das Wohlbefinden zu unterstützen, Vitalität zu fördern und zur langfristigen körperlichen Belastbarkeit sowie Langlebigkeit beizutragen.

Langfristige Wirkung auf den Körper
Veränderungen, die bleiben

Joseph Pilates bezeichnete sein wohl bekanntestes Trainingsgerät als den Universal Reformer. Er entwickelte dieses Gerät mit dem Ziel, den Körper durch regelmässiges, bewusstes und intelligentes Training zu „reformieren“, und betrachtete es als universell einsetzbar für Menschen mit unterschiedlichsten Voraussetzungen – unabhängig von Leistungsniveau oder Ausgangssituation. Bei korrekter Ausführung und unter Einhaltung angemessener Sicherheitsrichtlinien kann die Pilates-Methode – insbesondere beim Training an Geräten wie dem Universal Reformer – nachhaltige positive Effekte auf den Körper sowie auf das mentale Wohlbefinden haben. Eine ihrer besonderen Eigenschaften liegt in der Entwicklung einer spezifischen Form von Kraft: einer Kraft, die die tiefen stabilisierenden Muskelstrukturen mit den globalen Muskelsystemen verbindet und gleichzeitig Körperwahrnehmung sowie Bewegungseffizienz fördert.

Diese integrierte Kraft unterstützt eine verbesserte Leistungsfähigkeit nicht nur im sportlichen Kontext, sondern auch in alltäglichen funktionellen Bewegungen. Darüber hinaus fördert das Pilates-Training die Gelenk- und Muskelbeweglichkeit, wodurch die Wirbelsäule sowohl flexibler als auch durch eine gestärkte Haltungsmuskulatur besser unterstützt wird. Langfristig trägt eine regelmässige Pilates-Praxis dazu bei, die Grundlage für gesunde, funktionelle Bewegungsmuster zu schaffen. Sie kann das Gleichgewicht verbessern, die Propriozeption schulen, die posturale Organisation unterstützen und einen wertvollen Beitrag zur Verletzungsprävention leisten.

Warum Pilates für Physiotherapeut:innen interessant ist
Warum Pilates im physiotherapeutischen Umfeld zunehmend relevant wird

Pilates wird zunehmend als wertvolle Ergänzung zur Physiotherapie anerkannt, insbesondere in den späteren Phasen der Rehabilitation. Sobald Patient:innen die akute oder frühe Erholungsphase hinter sich lassen, besteht häufig der Bedarf an dynamischeren, integrativen Bewegungsansätzen, die Kraft, Koordination und Kontrolle weiterhin auf sichere und strukturierte Weise fördern. In diesem Kontext bietet Pilates Physiotherapeut:innen ein Bewegungsframework, das individuell angepasst werden kann und gleichzeitig klaren Prinzipien sowie einer sinnvollen Progression folgt. Für entsprechend ausgewählte Patient:innen können Pilates-basierte Übungen den Übergang von der therapeutischen Intervention hin zu komplexeren, funktionellen Bewegungen unterstützen und dazu beitragen, die Lücke zwischen Rehabilitation und langfristiger körperlicher Belastbarkeit zu überbrücken.

Welche Pilates-Prinzipien können Physiotherapeut:innen in ihrer täglichen Arbeit unterstützen
Pilates-Prinzipien mit Relevanz für die physiotherapeutische Praxis

Bei einer durchdachten Integration kann die Pilates-Methode als ein zusätzliches Werkzeug im therapeutischen Instrumentarium von Physiotherapeut:innen betrachtet werden. Sie ersetzt keine etablierten physiotherapeutischen Behandlungsansätze, sondern ergänzt diese als weiteres Element im therapeutischen Repertoire und unterstützt den Übergang von gezielten therapeutischen Übungen hin zu koordinierteren, funktionellen Bewegungen. Bei entsprechender Patientenauswahl und sinnvoller Progression können Pilates-basierte Prinzipien und Übungen Physiotherapeut:innen dabei unterstützen, isolierte therapeutische Arbeit in umfassendere, ganzkörperliche Bewegungsmuster zu integrieren. Auf diese Weise kann Pilates den Übergang von der gezielten Rehabilitation hin zu funktionellen, aufgabenorientierten Bewegungen begleiten. 

Fazit:

Bei sachgerechter Anwendung kann die Pilates-Methode eine wertvolle Ergänzung zur Physiotherapie sein, indem sie das allgemeine Wohlbefinden unterstützt und dazu beiträgt, dass sich Patientinnen und Patienten im Alltag während des Rehabilitations- und Erholungsprozesses wieder sicherer und funktioneller bewegen können.

LaBriece Ochsner

LaBriece Ochsner

LaBriece Ochsner ist zertifizierte Comprehensive Pilates Teacher, Pilates Ausbildnerin, Pilates Weiterbildnerin, Internationale Pilates-Referentin und Gründerin von LB Pilates & LB Guides Advanced Pilates Education.

LaBriece Ochsner ist zertifizierte Comprehensive Pilates Teacher, Pilates Ausbildnerin, Pilates Weiterbildnerin, Internationale Pilates-Referentin und Gründerin von LB Pilates & LB Guides Advanced Pilates Education.